Projektdetails

Im Mai 2014 wurde in der Eichhornstraße ein in den anstehenden Muschelkalk eingetiefter Brunnen au dem Mittelalter aufgedeckt. Dabei konnte ein vollständiger Brunnenkranz mit Teilen der oberen Steinlage erfasst werden. Die Verfüllung verweist ins 13. Jahrhundert. In der übrigen untersuchten Fläche konnten außerdem Teile der hochmittelalterlichen Steinbebauung aus dem 12./13. Jahrhundert erfasst werden. Die freigelegten Fundamente zeigen, dass die ursprüngliche Bebauung hier weiter in die Straße hineinreichte. Auch Strukturen der ältesten Holzbebauung ließen sich in Form von in den Fels eingetiefte Pfostengruben nachweisen. Sie bezeugen die frühe Besiedlung des Würzburger Stadtkerns in karolingischer Zeit, dem 8./9. Jahrhundert. 

Durchführung:
BfAD Heyse GmbH & Co. KG
Grabungszeitraum:
27.04.2012
Land / Bundesland / Stadt / Landkreis:
Stadt Würzburg (Ufr.)
Grabungsort:
Würzburg, Stadtkern: Eichhornstraße, Martinstraße, Einmündung Wilhelmstraße, Herrnstraße, Herzogenstraße, Dominikanergasse, Oberthür- und Spiegelstraße
Maßnahme:
Bauvorgreifende archäologische Flächenuntersuchungen im Stadtkern von Würzburg, die auf Grund der Erneuerung von Versorgungsleitungen und dem Ausbau der Eichhornstraße zu einer Fußgängerzone nötig sind.
Epoche / Befunde / Funde:
Vorgeschichtliche (metallzeitliche) Funde und Befunde sowie mittelalterliche Siedlungsstrukturen vom Ende der Merowingerzeit/Beginn der Karolingerzeit bis zur Neuzeit finden sich direkt unter dem heutigen Straßenaufbau.
Mitarbeiterzahl:
1 bis 9
Flächengröße in qm:
bisher ca. 2364


Aktuelles

Würzburg, Stadtkern, Erweiterung der Fußgängerzone Eichhorn-/Spiegelstraße

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